
Am 15. Januar machte sich der Biologie-Leistungskurs der Kursstufe 2 von Frau Lohnert auf den Weg nach Heidelberg ins Neuenheimer Feld. Dort erwartete sie Dr. Katrin Schrenk-Siemens, die den Schülern und Schülerinnen einen Einblick in den Berufsalltag einer Wissenschaftlerin gab.
Bei einer Labortour konnten die Oberstufenschüler verschiedene Versuchsorganismen wie Mäuse, Hydras (kleine Nesseltiere) und Stammzellen betrachten. Darüber hinaus konnten sie erfahren, wie es ist, in einem riesigen Kühlschrank zu stehen, und auch etwas über steriles Arbeiten lernen. Dabei fanden auch kritische Fragen zu Tierversuchen Raum.
In einem anschließenden Gespräch erzählte Frau Schrenk-Siemens von ihrem Werdegang als Wissenschaftlerin und gab dabei auch interessante persönliche Einblicke. So erfuhr der Leistungskurs einiges über ihr Forschungsgebiet, die Schmerzrezeptoren, und lernte nachzuvollziehen, warum Veröffentlichungen in der Wisssenschaft als „Währung“ bezeichnet werden. Interessant im persönlichen Gespräch war es auch zu erfahren, wie sehr man manchmal die Zähne während seiner Doktorarbeit zusammenbeißen muss oder wie man diesen intensiven Beruf und ein Familienleben vereinbaren kann.

Als letztes Highlight durften die Schülerinnen und Schüler noch Nervenzellen in Aktion sehen. Im sogenannten „Calcium-Imaging“ wird die Aktivität von Nervenzellen durch Fluoreszenz sichtbar gemacht. Die Schülerinnen konnten hier live miterleben, was wir in der Schule meist nur mit Hilfe von Schaubildern darstellen können.
So war es für den Leistungskurs besonders schön zu merken, dass nun nach eineinhalb Jahren intensiver Auseinandersetzung mit der Biologie schon viele Prozesse im Labor und echte Beispiele aus der Forschung nachvollzogen werden können.
Als Ausklang des netten und gewinnbringenden Tages wurde noch auf dem Campus im Studierendencafé „Botanik“ gespeist und dann bei strahlendem Sonnenschein die Heimreise angetreten.
(Lo)

