
Wie bereits im vergangenen Schuljahr stellten sich auch diesmal wieder chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler dem Wettbewerb „Chemie, die stimmt“.
In der ersten Runde bearbeiteten die Teilnehmenden anspruchsvolle Aufgaben eigenständig zu Hause. Dabei waren nicht nur Fachwissen, sondern auch Kreativität und Ausdauer gefragt: So mussten unter anderem aus einem Buchstabensalat chemische Fachbegriffe gebildet werden (z. B. „Lästerer Pause“, Lösung s. unten), Reaktionsgleichungen für explosive Gemische aufgestellt und der Säuregehalt eines Schwimmbeckens nach der Chlorzugabe berechnet werden. Trotz der ohnehin intensiven Phase mit Klassenarbeiten vor den Weihnachtsferien zeigten unsere Schülerinnen und Schüler hierbei großes Engagement und beeindruckten mit ihren Lösungen.
Mit ihren starken Leistungen qualifizierten sich Berk und Marlene für die zweite Runde des Wettbewerbs, die am 18. März an der Universität Stuttgart stattfand. Früh am Morgen machten sie sich gemeinsam mit der Chemielehrerin Frau Lohnert auf den Weg, um sich mit rund 30 weiteren Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9 und 10 aus ganz Baden-Württemberg zu messen.
Von 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr war dann höchste Konzentration gefragt: In einer Klausur mussten die Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellen. Im Anschluss bot die Mensa Gelegenheit zur Stärkung und zum Austausch – und ermöglichte zugleich einen ersten Einblick in das studentische Leben.
Am Nachmittag erwartete die Wettbewerbsteilnehmer dann ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Prof. Dr. Sabine Ludwigs hielt einen spannenden Vortrag über Kunststoffe und veranschaulichte ihre Ausführungen mit Materialien zum Anfassen – von Windeln über „Wunderknete“ bis hin zu biegsamen Bleistiften. Besonders faszinierend war ihr Ausblick auf leitfähige Kunststoffe, die künftig sogar flexible Photovoltaikmodule für Rucksäcke ermöglichen könnten. Anschließend begeisterte Dr. Björn Blaschkowski mit einer beeindruckenden Experimentalshow, die die Vielfalt und Schönheit chemischer Phänomene eindrucksvoll demonstrierte.

Gegen 15:30 Uhr wurden schließlich die sechs Siegerinnen der jeweiligen Altersgruppen bekannt gegeben. Für unsere Schülerinnen reichte es in diesem Jahr leider nicht für die nächste Runde auf Drei-Länder-Ebene mit Hessen und Bayern.
Dennoch sind die Chemie-Lehrer und Chemie-Lehrerinnen des Schönborn-Gymnasiums sehr stolz auf den Einsatz und die Leistungen unserer Teilnehmer und hoffen, auch in Zukunft viele weitere chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler für diesen Wettbewerb gewinnen zu können.
(Lo)
(Lösung: Salpetersäure)

