Sektempfang zur Begrüßung im schönen Innenhof

Am 13. Juni 2026 trafen sich ehemalige Schüler des Schönborn Gymnasiums des Abi-Jahrgangs 96 im Rahmen ihres 30-jährigen Abitur-Jubiläums. Die Festivitäten begannen mit einem Sektempfang im Kastanienhof der Schule, wo bei herrlichstem Wetter das Wiedersehen stattfand. Manche der ehemaligen Klassenkameraden hatten sich tatsächlich schon seit dem Abitur nicht mehr gesehen. Aus ganz Deutschland (und in einem Fall aus Kalifornien) waren 30 Ehemalige des mit 51 Schülern eher kleinen Jahrgangs angereist. Wie in späteren Gesprächen mehrmals erwähnt wurde, waren viele vor dem Treffen aufgeregt gewesen. Jegliche Nervosität wich jedoch im Moment des Wiedererkennens der vertrauten Gesichter. Lachend und mit vielen herzlichen Umarmungen begrüßten wir uns, als wäre keine Zeit vergangen. Vor allem der Griechisch-Grundkurs freute sich sehr über die Anwesenheit von Frau Frühwirt, die auch heute noch am Schönborn unterrichtet.

Frau Ferkl führte die Ehemaligen durch das heutige Schönborn-Gymnasium

Die ehemalige SBG-Schülerin und jetzige SBG-Lehrerin Kerstin Ferkl begrüßte die Versammelten und führte uns durch die Schulgebäude. Bis auf die Feuerschutztüren in den Gängen und die TV-Bildschirme in den Klassenzimmern schien sich im Altbau kaum etwas verändert zu haben. Die Wände des Atriums waren mit Kunstprojekten diverser Schulklassen geschmückt und das Erdkundezimmer im 2. Stock erinnerte an Unterrichtsstunden mit Frau Glöckler, die Schüler oft ins Nebenzimmer schickte, um Landkarten aus dem Archiv zu holen (die immer noch an derselben Stelle von der Decke hängen). Die angrenzende Bibliothek ließ Erinnerungen an Herrn Beck erwachen und an die jährliche Bücherrückgabe, bei der wir assistieren durften. Das kleine, nun renovierte Zimmer im Treppenhaus unter dem Dach war allerdings nicht wiederzuerkennen. Nur ein einsamer Karton mit Exemplaren der letzten Alibi-Ausgabe von 2006 deutete auf die einstige Nutzung des Zimmers als Redaktionsraum der Schülerzeitung.

Stöbern im alten Kartenzimmer des EKS

Im Neubau schien es auch kaum Veränderungen zu geben. Die Begrünung im Inneren des Gebäudes wurde wohl schon vor Jahren abgeschafft, und die Schiebefenster, die oft für Frust sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern gesorgt hatten, waren duch herkömmliche Schwingfenster ersetzt worden. „Herr Herzog, machen Sie doch mal das Fenster auf“, dröhnte die Erinnerung von Herrn Machens‘ Stimme, kurz bevor er eine Kerze an einen mit Wasserstoff gefüllten Ballon hielt.

Wir besuchten den Biologiesaal, wo wir gleich nach dem ausgestopften Sperber Ausschau hielten, den die damalige A-Klasse Herrn Hoffmann geschenkt hatte, und das Betreten des Kunstraumes überraschte uns mit einer intensiven olfaktorischen Immersion in Erinnerungen an die Kunstlehrer Wagner und Vollmer. Zugang zum Musiksaal hatten wir leider nicht, allerdings war es bei einem Blick durchs Fenster schön zu sehen, dass die Portraits der Herren Brahms und Schumann noch immer über der Tür hängen. Die Führung beendeten wir mit einem Gang durch die Turnhalle und der Begehung der Mensa, die während unserer Schulzeit noch nicht existierte.

Der Griechisch-GK mit seiner Lehrerin Frau Frühwirth

Nach dem Besuch am Schönborn ging es für uns weiter zum Abendessen in den Schlachthof. Bei leckerer asiatischer Kost schwelgten wir weiter in Erinnerungen und brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand unserer Lebenswege. Zum Ausklang des Tages kehrten wir im Pavillon ein, das wegen der WM-Spiele besonders lang aufhatte. Mit frohen Gemütern und dem generellen Wunsch, keine zehn Jahre auf das nächste Wiedersehen warten zu wollen, machten sich in den frühen Morgenstunden dann auch die letzten von uns auf den Heimweg.

Der Jahrgang ABI 96 bedankt sich herzlichst bei der Schulleitung und bei Frau Ferkl für die schöne Zeit am SBG. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Andreas Preponis (Th)

Der Abiturjahrgang 1996 trifft sich zum deißigjährigen Abitur am SBG