
Viele ehemalige Mitschülerinnen, die von 1967 bis 1976 am „Schönborn“ mit uns die Schulbank gedrückt hatten, kamen deutschlandweit „verstreut“ – sogar aus Übersee – zurück an den Ort unserer Kindheit und Jugendzeit. Leider konnten nicht mehr alle mit dabei sein, um am 9. Mai 2026 bei sonnigem Frühsommerwetter gemeinsam einen wunderschönen „Schultag“ zu verbringen und dabei nicht nur an unsere gemeinsam verbrachte Jugend und Schulzeit zurückdenken.
„Genius loci“…, der Ort machte etwas mit uns, er rief Erinnerungen wach, weckte alte Geister … und ließ mit dem ersten Augenblick des Wiedersehens – teils nach mehr als 50 Jahren – spontan fröhliche und beruhigende Vertrautheit spüren, die trotz der verschiedenen Lebenswege bei den meisten nach all den Jahren dennoch nicht verloren gegangen ist. So schloss sich ein Kreis, der 1967, für manche sogar schon 1964 hier an der Freiherr-vom-Stein-Grundschule seinen Anfang genommen hatte.
Unsere Feier begann unter den alten Kastanienbäumen im Innenhof mit der Schulleitung und einem herzlichen Sektempfang, der den festlichen Start für den Nachmittag bildete. Dabei wurden auch die Bildungsideale des Humanismus in Erinnerung gerufen, für die der Namenspatron des Gymnasiums, Fürstbischof Kardinal Damian Hugo von Schönborn, bereits 1723 den geistigen Grundstein für eine Lateinschule legte. Ein ehemaliger Mitschüler, der Priester geworden ist, spendete spontan für unserer Gruppe, die neue Schulleitung und die Schule den Segen „von ganz oben“.
Im Anschluss führte uns Frau Daniela Seebach durch das „heutige“ Schönborn-Gymnasium.

Was war alt – welches ist der „alte Neubau“, welche Lehrdisziplinen sind im „neuen Neubau“ heute zu finden? Schade, dass die Innenbegrünung im „neuen Neubau“ nicht erhalten werden konnte – aber die kunstvolle „Ersatz-Deko “mit selbstgestalteten „Ballons“ – einfach toll! Wir, die wir noch ohne Handy in die Schule und durch unsere Schulzeit gekommen waren, erhielten interessante Einblicke in das Entwicklungsmodell „Schule“ und konnten zugleich viele Erinnerungen an unsere eigene Schulzeit auffrischen.
Es gab Diskussionsstoff für uns „Oldies“, auch angesichts der aktuellen Entwicklungen und wirklich guten Möglichkeiten für einen modernen Unterricht – nicht immer leicht für eine Schulleitung bzw. den Lehrkörper auf der einen Seite, aber auch für die heutigen Schülerinnen und Schüler auf der anderen Seite. Auch nach 50 Jahren ABI können wir Eure heutigen Bedürfnisse wirklich verstehen, gute Kompromisse zu finden.
Für einen besonders emotionalen Moment sorgte eine spontane musikalische Gesangseinlage durch einen unserer Schulfreunde am Flügel im neuen Musiksaal:– „Maladie d’amour“ von Michel Sardou und „Imagine“ von John Lennon. Musik, die uns durch unsere Schuljahre begleitet hatte und die wir heute noch gerne hören – zumal sie auch inhaltlich und zeitlos angenehm im Ohr geblieben ist.

Unser Treffen und der Rundgang durch alte Klassenräume, die miteinander verschachtelten Gebäudegänge, unter den alten Bäumen im Park, am „Belvedere“ – das auch deeer ! Ort für unsere damaligen „außerschulischen“ Aktivitäten …😊 war – ließ uns auch noch als „die Alten, Älteren, Ehemaligen“ eine eindrucksvolle Verbundenheit mit „unserem Schönborn“ verspüren.
Fazit: Wir hatten in schönster Schule mit schönstem Park in Bruchsal ne „geile“ Schulzeit – jedenfalls die meisten von uns …😊.

Wir bedanken uns bei der Schulleitung für den tollen Nachmittag, wünschen dem aktuellen Abijahrgang 2026 und allen anderen Abi-Jahrgängen „nach uns“ Alles Gute!
Vor allem: Vergesst Eure alte Schule nicht und pflegt in Zeiten von Instagram, Tik Tok und Co besonders Eure vertrauten realen Kontakte zu Mitschülern und Mitschülerinnen! So könnt Ihr Euch richtig viel Spaß, gemeinsames Lachen, Freude und enorme Lebensenergie mit ins hohe Alter hinüberretten!
Bruchsal, den 9. Mai 2026, Karin Köstel

