Wer kennt sie nicht, die Bundesjugendspiele? 1951 wurden sie in der Bundesrepublik Deutschland als schulsportlicher Wettbewerb eingeführt. Wer aber meint, es gehe hier um Leistungsdruck, der übersieht viele Facetten. Ob Ehren- oder Siegerurkunde: Dabei sein ist alles! Im Klassenverband durchlaufen die Kinder die Wettkampfstationen – Sprint, Wurf, Sprung. Sie treten zwar scheinbar in Konkurrenz mit den Gleichaltrigen, aber wer am Freitag, den 2.10.2026, vor Ort war, erlebte vor allem den Teamgeist. Die Schüler und Schülerinnen feuerten sich gegenseitig an, jeder versuchte, das Beste aus sich herauszuholen, und jede Leistung wurde gewürdigt. Denn wer hier sprintete, warf oder sprang, tat es für den persönlichen Rekord und erntete allein für den Versuch Anerkennung.
Die Schülerscharen wurden meist vom jeweiligen Klassenlehrer oder der jeweiligen Klassenlehrerin als Riegenführer und -führerin begleitet, die diesen Tag des gemeinsamen Wettbewerbs auch für das soziale Miteinander fruchtbar zu machen wussten. Gefördert wurde mit den Bundejugendspielen also nicht nur die Freude an Bewegung, sondern auch die Klassengemeinschaft.


In den Wettkampfpausen traten die Kinder klassenweise beim Schlossbau, dem Mission-Transport oder der Station „Fußball-Weltmeister“ an. Hier galt es geeignete Strategien auszutüfteln und gemeinsam für das beste Ergebnis zu kämpfen. Beim Schlossbau mussten zum Beispiel aus Stäben und Verbindungsteilen ein möglichst großes und prächtiges Bauwerk entstehen, während das Baumaterial nur unter erschwerten Bedingungen transportiert werden durfte: Einer zog, einer schob und einer saß im Bollerwagen, andere Strecken mussten zu dritt in einer geeigneten Lauftechnik bewältigt werden, bei der jeweils ein Fuß mit dem eines Mitspielers zusammengebunden war. Hierbei war gegenseitige Rücksicht gefragt und gute Organisation im Team. Nicht zuletzt wurde auch die Kreativität der Klassen durch die Prämierung für das beeindruckendste Schloss belohnt.
Auch für die neuen Fünftklässler war das Ereignis rund um die Bundesjugendspiele eine wunderbare Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Unsere Sozialarbeiterinnen Frau Wagner und Frau Krieger ließen sich für die fünften Klassen einiges einfallen und zusammen mit den Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen halfen sie dabei, den Sporttag durch Teamspiele für die jungen Schülerinnen und Schülerinnen zu einem gewinnbringenden Tag für die Klassengemeinschaft zu gestalten. Bei den nächsten Bundesjugendspielen dürfen die Schüler und Schülerinnen sich dann auch in den Einzeldisziplinen beweisen.
Für Abwechslung und Spielspaß bei den Fünfern sorgte zudem das von Frau Wagner und Frau Krieger organisierte Spielmobil, das ausgerüstet mit Stelzen, Reifen, Jongliergeräten und noch vielen anderen Motorikspielsachen zur Sportstätte gefahren kam.
Um das leibliche Wohl kümmerte sich wie immer die SMV, bei der man für wenig Geld Snacks und Getränke kaufen konnte. Für weiteren Energieschub sorgte der Eiswagen, der ab 11.00 Uhr köstliche Erfrischungen bereithielt und – als die Sonne dann doch noch durch die Wolken brach – gerne und zahlreich besucht wurde.
Den krönenden Abschluss bildeten die Staffelläufe der Klassenstufen. Die letzten Kraftreserven wurden mobilisiert, die Spannung war spürbar. Alle zuschauenden Klassen auf der Tribüne feuerten die Staffelläufer lautstark an und es wurde gejubelt, dass das Stadion bebte. Besonders aufregend wurde es bei der großen Staffel zwischen den Zehntklässlern und der K1. Auf sechs Bahnen gaben die Staffelläufer ihr Bestes und verloren das Ziel trotz Sturz und Staffelverlust nie aus den Augen. Was für ein Kampfgeist!
Sieger der Klassenstaffelläufe sind: 6d, 7a, 8d, 9d, 10b und die K1a.
Wir alle, Schulleitung, Lehrkörper und Schülerschaft, haben bei den Bundesjugendspielen am 2. Oktober 2026 ein harmonisches und sportliches Event erleben dürfen. Nachdem die Hitzewelle im Juni 2026 die Absage der Bundesjugendspiele nötig gemacht hatte, konnten diese dank dem Engagement der Sportfachschaft nun zum Glück bei recht angenehmen Temperaturen nachgeholt werden.
Vielen Dank an alle Lehrer und Lehrerinnen vor Ort, die an den Wettkampf- oder Spielstationen, als Riegenführer, Motivatoren und auch mal Trostspender im Einsatz waren, an die Sozialarbeiterinnen, an die SMV, die Sanitäter, an die als Helfer und Helferinnen eingeteilte K2, die Schulleitung und natürlich an unsere ganze Schülerschaft, die uns ihre Freude spüren ließ!
Ganz besonderer Dank gilt unseren Sportlehrern und -lehrerinnen, allen voran Frau Nasios, für die großartige Organisation! Ohne euch wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Ihr habt diesen Tag zu einem fantastischen Einstieg in das neue Schuljahr gemacht!


