Alle vier fünften Klassen besuchten kurz vor den Osterferien gemeinsam mit ihren Deutschlehrkräften eine Aufführung im Badischen Staatstheater. Auf dem Programm stand „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ von Michael Ende in der Bühnenfassung von Birka Ipsen. Zum Teil wurde der Roman in Auszügen im Unterricht zuvor vorgestellt, sodass die Kinder sich bereits ein eigenes Bild von den Bösewichten und der Macht des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunschs machen konnten. Dass Filmfassungen sich von Romanvorlagen unterscheiden, war vielen Kindern klar, aber wie setzt man solch einen Roman live auf der Bühne um? 

Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer und die Hexe Tyrannia Vamperl stehen unter großem Druck: Sie müssen ihren Vertrag mit dem Teufel erfüllen und der Welt jedes Jahr genügend Schaden zufügen – andernfalls droht ihnen selbst die Hölle. In diesem Jahr jedoch sind sie im Verzug und setzen deshalb kurz vor Mitternacht den legendären, alles vernichtenden Wunschpunsch an. Doch dabei haben sie nicht mit dem Mut und der Entschlossenheit ihrer tierischen Gegenspieler gerechnet. Mutig und mit dem notwendigen Quäntchen Glück gelingt es dem Kater Maurizio und dem Raben Jakob Krakel in letzter Sekunde, die Wirkung des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches umzukehren und die Welt vor dem Untergang zu retten. 

Die spannende Handlung zog alle schnell in ihren Bann und sorgte für mitreißende Theatermomente. Die schauspielerischen Leistungen beeindruckten das junge Theaterpublikum und ließen es immer wieder zwischen der Faszination für das Böse und der Hoffnung auf Rettung schwanken. Ergänzt wurde dieses Wechselbad der Gefühle durch die kreativen Lichteffekte sowie das gekonnte Spiel mit Vorhang und Schatten, die eine ganz besondere Atmosphäre schufen und die Fantasiewelt auf der Bühne lebendig werden ließen. So wurde der Theaterbesuch für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis und es war allen klar, dass Theater sich ganz spezieller Mittel bedienen kann, um Handlung zu konzentrieren, Schwerpunkte zu setzen und die Zuschauer zu verzaubern. 

 (K.Ex)

Mit Mut gegen Magie: Fünftklässler erleben einen zauberhaften Theaterbesuch